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Zufallsbild aus dem Landkreis Giessen

Das Verkehrszeichen für einen Sparziergangweg mit Frau und Kind.Der Unterhaltsvorschuss dient dazu, den Unterhalt von minderjährigen Kindern sicherzustellen, wenn ein unterhaltspflichtiger Elternteil für ein Kind nicht zahlt oder dies nicht kann.

 

In diesem Fall tritt die zuständige Unterhaltsvorschusskasse zunächst in Vorlage.

 

Die Unterhaltsansprüche des Kindes gehen dann in Höhe des gezahlten Unterhaltsvorschusses auf den Staat über, der sich die gezahlten Geldleistungen vom unterhaltspflichtigen Elternteil zurückholt und gegebenenfalls gerichtlich geltend macht.

 

Derzeit werden folgende Unterhaltsvorschussbeträge geleistet:

  • für Kinder bis unter 6 Jahren monatlich 150 Euro
  • für Kinder von 6 bis 11 Jahren monatlich 201 Euro
  • für Kinder von 12 bis 17 Jahren monatlich 268 Euro

 

Unterhaltsvorschussleistungen müssen schriftlich beantragt werden. Ein mündlicher Antrag etwa durch einen Telefonanruf genügt nicht.

 

Für Kinder von 12 Jahren bis 18 Jahren besteht nur Anspruch auf Unterhaltsvorschuss, wenn

  • keine Leistungen nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch (SGB II) bezogen werden
      

Ausnahmen:
   

  • durch den Bezug von Unterhaltsvorschuss Hilfebedürftigkeit vermieden werden kann oder
  • der betreuende Elternteil in SGB II-Bezug steht und ein Einkommen über mindestens 600 Euro brutto verfügt.
       

Welche Unterlagen werden benötigt?

  • Geburtsurkunde des Kindes/der Kinder
  • Personalausweis oder Reisepass Pass und Aufenthalts-/Niederlassungserlaubnis (bei Antragstellern ohne deutsche Staatsangehörigkeit)
  • Meldebestätigung bzw. Melderegisterauskunft
  • Ggf. Scheidungsurteil
  • Ggf. schriftliche Bestätigung zur Zahlungsaufforderung des unterhaltspflichtigen Elternteils durch einen Rechtsanwalt
  • Ggf. Vaterschaftsanerkennung oder Urteil über die Vaterschaftsfeststellung
  • Ggf. amtliche Festlegung über die Höhe der Unterhaltsverpflichtung (Unterhaltstitel)
  • Einkunftsnachweise wie z.B. Kindergeld, Halbwaisenrente, Unterhaltszahlungen
  • ab dem 12. Lebensjahr  bei laufendem SGB II-Bezug zusätzlich: vollständiger aktueller Bescheid des Jobcenters
  • ab dem 15. Lebensjahr zusätzlich: Schulbescheinigung bzw. ab Beendigung des Schulbesuchs Einkommensnachweise (z.B. Lohnbescheinigung über Ausbildungsvergütung,  Einkünfte aus Vermögen, Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung, Einkünfte aus nichtselbständiger Tätigkeit etc.)
        

Die Zahlung endet spätestens, wenn Ihr Kind 18 Jahre alt wird.

 

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